Technik & Betrieb

Wie VLYX tatsächlich betrieben wird – ohne Marketing-Nebel

Viele Anbieter sagen „sichere Cloud“ und lassen offen, was das heißt. Diese Seite beschreibt konkret, worauf VLYX läuft: virtuelle Maschinen in einem Rechenzentrum in Deutschland, darauf Linux, darauf Docker-Container je Anwendung und Datenbank – abgeschirmt durch Firewalls, private Netze und einen vorgelagerten Reverse Proxy.

Das Betriebsmodell

VLYX wird von uns betrieben – Sie brauchen keinen Server

VLYX ist kein Softwarepaket, das Sie sich auf einen eigenen Server installieren und danach selbst pflegen müssen. Wir stellen die Umgebung bereit, härten sie, halten sie aktuell und sichern sie. Sie arbeiten im Browser.

  • Betreute Instanz: Einrichtung, Aktualisierung, Sicherung und Wiederherstellung liegen bei uns.
  • Getrennt je Kunde: eigene Container, eigene Datenbanken, eigene Zugangsdaten – keine gemeinsame Datenhaltung.
  • Standort Deutschland: Anwendungen, Datenbanken und Dateien liegen in derselben Umgebung im deutschen Rechenzentrum.
  • Keine Bindung an ein Format: verbreitete, quelloffene Bausteine statt proprietärer Speicherstrukturen.

Der Aufbau von unten nach oben

Rechenzentrum in Deutschland

Physische Sicherheit, Strom, Kühlung, Netzanbindung – vom Betreiber zertifiziert erbracht.

Cloud-VM unter Linux

Eigene virtuelle Maschine, minimal installiert, gehärtet und laufend mit Sicherheitsupdates versorgt.

Docker-Container je Dienst

Anwendung und Datenbank laufen getrennt – klar abgegrenzt statt alles auf einem System.

Reverse Proxy & Firewall davor

Nur verschlüsselte Web-Zugriffe erreichen die Anwendung. Alles andere bleibt außen.

Schichtenmodell

Jede Schicht hat eine Aufgabe – und eine Grenze

Sicherheit entsteht nicht aus einer einzelnen Maßnahme, sondern daraus, dass jede Ebene die nächste möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Fällt eine Schicht aus, steht die darunterliegende noch.

  • Der Browser spricht ausschließlich verschlüsselt mit dem Reverse Proxy.
  • Der Proxy spricht mit der Anwendung – nicht mit der Datenbank.
  • Die Datenbank ist von außen überhaupt nicht erreichbar.
Sicherheit, Protokollierung und Berechtigungen wirken quer über alle Schichten.
Der Weg einer Anfrage

Was passiert, wenn jemand eine VLYX-Seite aufruft?

Fünf Stationen – jede mit einer eigenen Kontrollfunktion.

1 · Browser

Die Verbindung wird per HTTPS/TLS verschlüsselt aufgebaut. Ohne gültiges Zertifikat kommt keine Sitzung zustande; unverschlüsselte Aufrufe werden umgeleitet.

2 · Firewall

Auf Ebene der Cloud-Umgebung und zusätzlich auf dem Server selbst sind ausschließlich die benötigten Ports geöffnet. Alles Übrige wird verworfen, nicht nur ignoriert.

3 · Reverse Proxy

Ein vorgelagerter Proxy nimmt die Anfrage entgegen, beendet die TLS-Verbindung, setzt Sicherheits-Header und leitet gezielt an den zuständigen Container weiter. Die Anwendungen selbst sind nie direkt aus dem Internet erreichbar.

4 · Anwendungs-Container

Die VLYX-Anwendung läuft in einem eigenen Container mit eingeschränkten Rechten. Dort greifen Anmeldung, Rollenprüfung, CSRF-Schutz und Protokollierung.

5 · Datenbank-Container

Die Datenbank liegt in einem eigenen Container in einem privaten Netz, das nur die zugehörige Anwendung erreicht. Sie hat keinen nach außen veröffentlichten Port.

Daneben: Dateispeicher

Hochgeladene Dateien liegen außerhalb des Web-Verzeichnisses in einem eigenen Speicherbereich. Ausgeliefert werden sie nur über die authentifizierte Anwendung, nie über eine direkte URL.

Container & Trennung

Warum wir jede Anwendung in einen eigenen Container stecken

Klassisch landen mehrere Anwendungen auf einem Server, teilen sich PHP-Version, Bibliotheken und Datenbank. Ein Problem in einer Anwendung wird damit schnell zum Problem aller. Mit Containern trennen wir das auf.

  • Eigener Container je Anwendung – Navigator, Belegmanager, Cloud und die übrigen Module laufen getrennt voneinander.
  • Eigener Container je Datenbank – mit eigenem Konto und eigenem Passwort, ohne Zugriff auf fremde Datenbestände.
  • Private Netze zwischen den Containern – nur ausdrücklich vorgesehene Verbindungen sind möglich.
  • Definierte Stände statt gewachsener Systeme – jeder Container hat eine festgelegte Version; Updates sind reproduzierbar und rücknehmbar.
  • Getrennte Umgebungen – Test und Produktion laufen nicht auf demselben Datenbestand.

Was von außen erreichbar ist

DienstVon außen erreichbar
Web (HTTPS)ja – über den Reverse Proxy
Anwendungs-Containernein – nur über den Proxy
Datenbanknein
Dateispeichernein – nur über die Anwendung
Administrativer Zugangeingeschränkt, schlüsselbasiert

Grundsatz: Was nicht erreichbar sein muss, ist nicht erreichbar. Offene Ports sind die Ausnahme, nicht der Normalfall.

Betrieb

Was laufend passiert – und nicht nur einmal bei der Einrichtung

Sicherheitsupdates

  • Regelmäßige Aktualisierung von Betriebssystem und Container-Abbildern
  • Beobachtung sicherheitsrelevanter Meldungen der eingesetzten Komponenten
  • Reproduzierbare Aktualisierung mit definierter Rücknahmemöglichkeit

Datensicherung

  • Regelmäßige Sicherung von Datenbanken und Dateibeständen
  • Aufbewahrung getrennt von der laufenden Umgebung
  • Wiederherstellung wird geprüft – eine ungetestete Sicherung ist keine Sicherung

Überwachung

  • Erreichbarkeit, Ressourcen und Fehlerprotokolle im Blick
  • Auffälligkeiten wie gehäufte Fehlanmeldungen werden sichtbar
  • Protokolle liegen in der Umgebung, nicht bei einem Analysedienst

Zugriff auf die Systeme

  • Administrativer Zugang schlüsselbasiert statt per Passwort
  • Nur benannte Personen mit begründetem Bedarf
  • Zugriffe im Rahmen der Auftragsverarbeitung geregelt

Trennung der Umgebungen

  • Test- und Produktivumgebung sind getrennt
  • Änderungen werden vor dem Einspielen erprobt
  • Keine Echtdaten in Testumgebungen ohne ausdrückliche Absprache

Transport & Zertifikate

  • HTTPS/TLS erzwungen, unverschlüsselte Aufrufe werden umgeleitet
  • Automatisierte Zertifikatserneuerung
  • Sicherheits-Header zentral am Proxy gesetzt
Eingesetzte Bausteine

Bewährt und quelloffen statt exotisch

Wir setzen bewusst auf verbreitete Technik. Das hält die Angriffsfläche überschaubar, sorgt für schnelle Sicherheitsaktualisierungen – und macht Sie unabhängig davon, dass ausgerechnet wir Ihr System betreiben.

Ebene Eingesetzt Warum
RechenzentrumCloud-VMs eines deutschen AnbietersStandort Deutschland, vertraglich geregelt, jederzeit skalierbar
BetriebssystemLinux (Server-Distribution mit langem Wartungszeitraum)Minimale Installation, planbare Sicherheitsaktualisierungen
IsolationDocker-Container mit privaten NetzenJede Anwendung und Datenbank abgegrenzt, definierte Stände
ZugangReverse Proxy mit TLS-TerminierungEin kontrollierter Eingang, zentrale Sicherheits-Header
AbschottungCloud-Firewall und Host-FirewallZwei Ebenen, damit ein Konfigurationsfehler nicht sofort alles öffnet
DatenhaltungMariaDB/MySQL je AnwendungBewährt, gut zu sichern, vollständig exportierbar
AnwendungenPHP-Anwendungen der VLYX-ModuleOhne schwere Framework-Abhängigkeiten, schlank zu betreiben
Dateien & ZusammenarbeitNextcloud (von VLYX gehostet)Etablierte Open-Source-Lösung mit großer Entwicklergemeinschaft

Den konkreten Anbieter, den Standort und die eingesetzten Versionen legen wir im Auftragsverarbeitungsvertrag und in der Systemdokumentation Ihrer Instanz verbindlich fest – dort gehören sie hin, nicht auf eine Marketingseite.

Was wir nicht versprechen

Kein Betriebskonzept macht ein System unangreifbar, und wir behaupten das auch nicht. Was wir zusagen: eine überschaubare, dokumentierte Architektur aus bewährten Bausteinen, klare Trennung zwischen Kunden und Diensten, laufende Pflege statt eingefrorener Installationen und ein Datenbestand, den Sie jederzeit vollständig mitnehmen können. Hochverfügbarkeit, besondere Zertifizierungsanforderungen oder ein abweichender Betriebsort sind möglich – aber Gegenstand einer eigenen Vereinbarung, nicht des Standards.

Häufige Fragen von IT und Datenschutz

Kurz beantwortet

Nein. VLYX wird von uns betrieben. Sie erhalten eine betreute Instanz in einem Rechenzentrum in Deutschland – ohne eigene Hardware, ohne Serverraum, ohne Update-Wochenenden. Für Sie bleibt der Browser.

In einem Rechenzentrum in Deutschland. Anwendungen, Datenbanken und Dateispeicher liegen in derselben Umgebung; eine Verarbeitung außerhalb der EU findet nicht statt. Den konkreten Betreiber und Standort nennen wir Ihnen im Auftragsverarbeitungsvertrag – dort gehört diese Angabe verbindlich hin.

Nein. Jeder Kunde erhält eigene Anwendungs- und Datenbank-Container mit eigenen Zugangsdaten. Es gibt keine gemeinsame Mandantentabelle, in der Ihre Daten neben denen anderer Unternehmen stehen.

Über einen vollständigen Export: Datenbankabzug und Dateibestand. Wir setzen bewusst auf verbreitete Bausteine (Linux, Docker, MariaDB/MySQL, PHP, Nextcloud) statt auf ein geschlossenes Format – ein Wechsel bleibt technisch möglich.

Datensicherungen werden getrennt von der laufenden Umgebung aufbewahrt, damit sich eine Instanz neu aufbauen lässt. Eine unterbrechungsfreie Hochverfügbarkeit sagen wir standardmäßig nicht zu – wenn Sie diese benötigen, planen wir sie gesondert.

Zur Sicherheitsarchitektur der Anwendungen

Nächster Schritt

Ihre IT möchte es genauer wissen?

Im Sicherheitsgespräch gehen wir Architektur, Betrieb, Datensicherung und Auftragsverarbeitung Punkt für Punkt durch – mit Ihren Fachleuten, nicht an ihnen vorbei.